Hier zum Thema Privatdozenten, was eine alte Diskussion (siehe hier, hier, hier, hier, hier und hier) wieder aufgreift. Da gibt es viel Vernünftiges von Herrn Ludemann. Und seine Schüsse gegen die Herrn Universitätsprofessoren treffen leider nur allzu oft ins Schwarze. Ich denke aber, dass er letztlich Herrn Riebles Anliegen missversteht. Ich jedenfalls habe ihn so verstanden, und das habe ich ja auch immer wieder zum Beispiel gegen den Wirtschaftsphilosophen vertreten, dass wir einfach wegmüssen von diesen ultralangen Qualifizierungswegen in die Wissenschaft, die Professuren müssen früher vergeben werden – zu viele grauhaarige Herren darunter -, und dass wir daneben spezialisierte, dauerhafte Tätigkeiten neben den klassischen Lehrstuhlinhabern (die Lehrstühle sollte man ohnehin abschaffen) brauchen: Lecturers oder Lehrprofessuren, Senior Researcher Positionen, Verwaltungsprofis an zentralisierter Stelle auch in den Fakultäten, etc.
Ein Beitrag zur Verkürzung der Qualifizierungswege wäre zum Beispiel, dass man endlich wegkommt von diesen Angestelltendoktoranden (und deren Tätigkeiten, siehe oben, von festangestellten Lehr- und Verwaltungsprofis machen lässt). Doktoranden sind Studenten, die Forschen und Lehren lernen sollten, dafür sollten sie ein Stipendium bekommen. Fertig. Insofern ist diese Kritik an der Max-Planck Gesellschaft nicht hilfreich in der Diskussion. Allerdings sollte umgekehrt auch klar sein, dass Doktoranden nichts anderes machen müssen als forschen und – zeitlich eng begrenzt – lehren.
Zum Schluss noch dieser Artikel zum Thema junge Ärzte. Die wagen es endlich Ansprüche zu stellen und wenn diese nicht erfüllt werden, den Beruf oder ins Ausland zu wechseln. Die verhalten sich auf einmal wie in einer Marktwirtschaft. Unverschämtheit!